8. Jahrestagung des IKCG, April 2016

Am 1. und 2. April trafen sich Vertreter und Vertreterinnen  von 18 Mitgliedsgemeinden des Internationalen Konvents Christlicher Gemeinden in Baden (IKCG) zur Jahrestagung. Das Thema der Tagung war dem 25. Kapitel des Matthäusevangeliums entnommen: „Ich war nackt und ihr habt mich gekleidet“.  Die Tagung drehte sich um die Fragestellung, „Was können wir als internationale und ökumenische Gemeinden und Kirchen für die Flüchtlinge tun.“

Dazu gab es zwei Impulsreferate. Einerseits berichtete Pfr. Rafael Dreyer, Rheinland von den Erfahrungen, die er gemacht hatte als Pfarrer für die Chiesa Valdese in Palermo. Dort entstand in den letzten Jahrzehnten eine protestantische Gemeinde, die zu einem Großteil von Flüchtlingen gebildet wird und für sie ein geschätztes Zuhause geworden ist. „Obwohl verschiedene Frömmigkeitsstile manchmal auseinander klaffen, erweisen sich die neuen Impulse von afrikanischen Christen vor allem als eine Bereicherung“, führte Pfr. Dreyer aus. Voraussetzung dafür war aber eine hohe Toleranz, die sich allmählich in der Gemeinde entwickelte.

Ein zweiter Impuls kam von Pfr. i.R. Andreas Wellmer, Berlin/Stutensee. Er berichtete über seine langjährige Erfahrung mit Flüchtlingstreffpunkten und Flüchtlingsarbeit von Gemeinden in verschiedenen Teilen Deutschlands. Auch die theologischen Hintergründe dieser Arbeit erläuterte er.

Zu den Hauptimpulsen berichtete Pfr. Tim van de Griend, Freiburg noch vom Stand des Projektes „Gemeinsam Kirche gestalten“, welches einen Schwerpunkt in der Etablierung eines Ökumenischen Gemeindezentrums mit Gemeinden anderer Sprache und Herkunft (GaSH) in Freiburg hat.

Die zweitägige Tagung war eingebettet in einem liturgischen und geselligen Rahmen. Am Freitagabend gab es ein gemeinsames ökumenisches „Bibelteilen“.

Pfarrerin Dr. Maibritt Gustrau, Mannheim, überreichte in feierlichem Rahmen dem Vorstand des IKCG ihre Dissertationsschrift mit dem Titel: „Orientalen oder Christen?“, die sie dem IKCG gewidmet hat. Der IKCG ist ihr für ihre langjährige Mitarbeit und Verbundenheit sehr dankbar und wünscht ihr Gottes reichen Segen auf ihrem weiteren Lebensweg.