Bericht über die Studien- und Begegnungsreise des IKCG in die Türkei

5 Konfessionen, 6 Nationalitäten, 5 Frauen, 9 Männer

am Ufer des Orontes
am Ufer des Orontes
am Ufer des Orontes

Wir waren ein bunte Gruppe als wir am 9. Mai in Antakya (ehem. Antiochien), dem Ausgangspunkt unserer Reise ankamen. Hungrig zogen wir aus, um uns mit einer lokalen Spezialiät zu stärken: Linsensuppe mit Zitrone und frischen Kräutern.

Die Reiseroute sah zunächst vier Tage in Antakya vor, dann Iskenderun und Tarsus, Kappadokien und schließlich den Tur Abdin ganz im Osten der Türkei.

Der Blick in die Landschaft war immer wieder ein Genuss!

Die Reisezeit war glücklich gewählt: es war überall schön
grün und saftig, nicht zu warm und nicht zu kalt. Die mesopotamische Tiefebene beeindruckte uns durch ihre Weite und offensichtliche Fruchtbarkeit und die Mohnblumenkolonien in den Feldern bezauberten uns des Öfteren beim Vorbeifahren.

 



Antiochien - die Heimat der Rum-orthodoxen Kirche

Die Petrusgrotte als Erinnerungsort der Bezeichnung "Christen"
Die Petrusgrotte als Erinnerungsort der Bezeichnung "Christen"
Die Petrusgrotte als Erinnerungsort der Bezeichnung "Christen"

Nach der Apostelgeschichte wurden in Antiochien die Jüngerinnen und Jünger Jesu zum ersten Mal "Christen" genannt. Die Petrusgrotte etwas außerhalb von Antakya erinnert daran. Einmal im Jahr, am 29.6., wird hier ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Auch von Muslimen wird der Ort als Gebetsort aufgesucht.

In Antakya ist man sehr um friedliches Zusammenleben der Religionen bemüht.

Priester Abdallah Dis hat uns viele Türen geöffnet

in Mardin
in Mardin
in Mardin

Viele gelungene Begegnungen haben wir Priester Abdallah Dis zu verdanken. Mit seinen Kontakten hat er uns viele Gespräche ermöglicht. Priester Dis leitet in Karlsruhe und Mannheim Gemeinden der Rum-orthodoxen Kirche von Antiochien. Er ist im Vorstand des IKCG.

zu Besuch in vielen Kirchen und Gemeinden

Wir konnten viele Gemeinden in und um Antakya besuchen: orthodoxe, katholische und auch eine protestantische. Durch die guten Kontakte von Priester Dis kamen wir mit vielen einheimischen Christen ins Gesrpräch.

Hier sehen Sie die schöne Ikonostase der Rum-orthdodoxen Kirche in Antakya.

Besuch im Kloster Mor Gabriel und bei Erzbischof Timotheos

Erzbischof Timotheos empfängt die Gruppe in Mor Gabriel
Erzbischof Timotheos empfängt die Gruppe in Mor Gabriel
Erzbischof Timotheos empfängt die Gruppe in Mor Gabriel

Zweifellos der Höhepunkt unserer Begegnungsreise war der Besuch im Kloster Mor Gabriel und die Audienz bei Erzbischof Timotheus. Seit seinem Bestehen (397) ist das Kloster im Tur Abdin ein wichtiges Zentrum für die syrisch-orthodoxe Kirche und hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Aber nicht nur die Vergangenheit ist in diesem wunderschönen Kloster präsent - es ist auch eine Art Kristallisationspunkt im Bemühen der Christen in der Türkei um Religionsfreiheit.

Die Perspektive muslimischer Reprästentanten hat uns natürlich auch interessiert.

Am Ende der Reise waren wir noch einmal für einen Tag in
Antakya. Dort hat uns Schwester Barbara ein Gespräch mit dem Mufti von Antakya vermittelt. Er war sehr freundlich, hat uns sehr spontan eingeladen und hat sich sehr viel Zeit für uns genommen. Im Gespräch mit ihm stand das friedliche Zusammenleben der Religionen in Antakya im Vordergrund und der Wunsch für ein gutes Miteinander in Zukunft.



Auch eine Reifenpanne konnte uns nicht die Laune verderben

Auf der Fahrt ging nicht immer alles glatt. Unsere Reiseleiter, sowohl die türkische, wie auch unsere drei, liefen dann aber erst recht zu Hochform auf und bewiesen - wie hier bei der Reifenpanne kurz vor Göreme - ihr Improvisations- und Organisationstalent.

Die Reise war sehr abwechslungsreich, voller interessanter Begegnungen und mit vielen Anregungen zum Weiterdenken.

Vielen Dank an unsere drei Reiseleiter, die alles vorbereitet haben!!

Einen noch ausführlicheren Bericht können Sie hier lesen:Reisetagebuch Reisetagebuch [97.9 kB]